Büro-Ästhetik: Wie OVH einen attraktiven Arbeitsplatz gestaltet

Life at OVH
Di, 09/26/2017 - 13:57
Hugo Bonnaffé
Büro-Ästhetik: Wie OVH einen attraktiven Arbeitsplatz gestaltet
Büro-Ästhetik: Wie OVH einen attraktiven Arbeitsplatz gestaltet

*Hinweis: Dieser Artikel wurde vor über einem Jahr verfasst und ist daher möglicherweise nicht mehr aktuell.*

OVH, das vor Kurzem die 2000er-Marke an Mitarbeitern weltweit erreicht hat, wird bis Ende des Sommers 2018 noch 1000 weitere Mitarbeiter einstellen. Um diese Neuzugänge unter den besten Bedingungen – und so nahe wie möglich an ihrem Wohnort – zu empfangen, kündigte OVH heute Morgen die bevorstehende Eröffnung weiterer Standorte an, und zwar in Paris, Nantes und Bordeaux. Eine gute Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen des Real-Estate-Teams von OVH, seine überraschenden Experimente und sein Engagement, ein an die verschiedenen Berufstätigkeiten des Unternehmens angepasstes Arbeitsumfeld zu schaffen.

 

 

 

Nach einem Studium der bildenden Künste, Landschaftsgestaltung sowie Innenarchitektur und einer ersten Arbeitserfahrung als Bühnenbildnerin für wissenschaftliche und kulturelle Ausstellungen kam Fanny Villez vor etwas mehr als 2 Jahren zu OVH. Ihr Job? Mit einem Team von 12 Personen, das noch vergrößert werden soll, verwandelt sie die Arbeitsplätze der OVH Mitarbeiter in eine ideale Umgebung zum Arbeiten und Zusammenarbeiten. Das breite Spektrum ihres Aufgabenbereichs reicht von der Innenarchitektur der Räumlichkeiten über ergonomische Arbeitsplätze bis hin zur Beschilderung der Räumlichkeiten. Dazu kommt noch die Anforderung, Mittel und Wege zu finden, Mitarbeitern in großteils sitzenden Berufen in Bewegung zu bringen, um ihre Gesundheit zu erhalten.

Die Umgebung an die Mitarbeiter anpassen, nicht umgekehrt

„Unsere Aufgabe ist, zu analysieren, wie die Teams arbeiten. Das heißt, wie die Mitarbeiter sich natürlich organisieren und den Raum nutzen. Danach schaffen wir Arbeitsumgebungen, in denen sich diese spontanen Arbeitsweisen entfalten können.“ Ziel des Teams ist es, innovative Lösungen sowohl für die speziellen Anforderungen der verschiedenen Berufe umzusetzen, die bei OVH unter einem Dach arbeiten, als auch für die befreite Unternehmensorganisation.

„Da gegenseitige Anpassung bei OVH die bevorzugte Art der Zusammenarbeit ist, haben wir unter anderem Besprechungsräume für 2 bis 3 Personen geschaffen. Wir haben auch festgestellt, dass in der Nähe der großen Konferenzräume Pufferbereiche fehlen. Oft tauschen sich Teilnehmer vor einem Meeting aus, während sie darauf warten, dass der Raum frei wird, oder es finden formlose Besprechungen nach wichtigen Versammlungen statt. Das sind ganz besondere Austauschmomente, die aktuell auf dem Gang stattfinden und andere Personen am Vorbeigehen hindern oder in der Nähe arbeitende Mitarbeiter stören. Daher haben wir diese Überlegungen in unsere Einrichtungsprojekte für neue Büros und in Renovierungsprojekte einfließen lassen, damit es dort in Zukunft Platz für diese Gespräche gibt.“

Nachdem sie außerdem festgestellt hatten, dass die traditionellen Whiteboards und Flipcharts nicht ausreichend waren, kleideten Fanny und ihr Team die Wände von Besprechungsräumen und die Glaswände von Großraumbüros mit Oberflächen aus, auf denen man schreiben und zeichnen kann. Von nun an ist es unmöglich, den Faden einer Idee zu verlieren: Es gibt sicher eine Stelle in der Nähe, wo man etwas notieren oder skizzieren kann. Nicht selten sehen Wandverkleidungen mit der Zeit aus wie Palimpseste, die die Komplexität bestimmter Projekte illustrieren.

In den Räumlichkeiten von OVH ist es nicht verboten, auf die Wände zu schreiben. Im Gegenteil! (Hier in Rennes)

OVH als Möbeldesigner

Als Teil des Großprojekts, die visuelle Identität der bestehenden Büroräumlichkeiten zu vereinheitlichen, sah sich das Real-Estate-Team auch das Büromobiliar genauer an. „Die zuvor gewählten Möbel waren nicht optimal: Es waren bohnenförmige Schreibtische, die nicht sehr bequem waren und viel Platz verschwendeten, weil sie nicht gut nebeneinander passten. Nachdem wir erfolglos ein passenderes Schreibtischmodell gesucht hatten, entwarfen wir das Objekt schließlich selbst.“ Das Ergebnis ist eine Tischplatte, die an den Kanten abgeschrägt ist, damit die Durchblutung der Unterarme beim Tippen nicht abgeschnitten wird. Dazu kommt ein Metallgestell mit stabilen Rädern und einer Kabelleiste, um die Mobilität in Großraumbüros zu erleichtern – jedes Element wurde optimiert. „Anschließend haben wir die Stühle durch ergonomische Sitze ersetzt, die an jede Körperform angepasst werden können.“ Der Katalog an Möbeln, die das Real-Estate-Team nach und nach entwarf, umfasst außerdem Rollcontainer mit Sitzfläche: „Sehr nützlich, um sich für einen schnellen Austausch zu einem Kollegen zu setzen – ohne Höhenunterschied zwischen den Gesprächspartnern. Also ohne eine Körperhaltung, die hierarchische Beziehungen widerspiegelt.“

Bei OVH kann auch im Stehen gearbeitet werden (hier in Lyon).

Experimente in Serie

Genauso wie das Unternehmen selbst, unterliegt auch die Einrichtung des Arbeitsumfeldes einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bei dem das Experimentieren im Vordergrund steht. „Da wir die Schreibtischgestelle mithilfe einer Laserschneidmaschine selbst hergestellt hatten, war es nicht schwer, eine Version 2 des Schreibtischs „made by OVH“ zu planen, bei der die Tischplatte mithilfe eines Motors erhöht werden kann, wodurch die Mitarbeiter ganz einfach im Stehen arbeiten können. In gleicher Weise haben wir auch mit verschiedenen Sitzgelegenheiten experimentiert, vom Gymnastikball (aufblasbarer Ball, bei dem man das Gleichgewicht halten muss und so die Bein- und Rückenmuskulatur trainiert) über den Heimtrainer (in Verbindung mit den Stehtischen) bis hin zum Laufband, um beim Telefonieren ein paar Schritte zu gehen.“ All diese Initiativen tragen neben der spielerischen Komponente dazu bei, dass die Mitarbeiter fit bleiben und die Risiken in Verbindung mit langem Sitzen verringert werden (zu diesem Thema siehe auch die bei OVH gedrehte Reportage von France 3, ab Minute 11:46).

Einen ergonomischen Arbeitsplatz zu gestalten ist jedoch nicht die einzige Aufgabe des Teams. Weitere Prioritäten sind die Beleuchtung und die Akustik, ebenso wie die Schaffung von Räumen, die der Konzentration zuträglich sind – und dem Mittagsschläfchen. Diese zwei „Aktivitäten“ haben ungeahnten Einfluss auf die Kreativität.

Die Kunst hält Einzug ins Büro

Traditionelle Büros – nüchtern, ohne Seele, Relikte aus den 1960er-Jahren, als der Dienstleistungssektor rapide anwuchs – sind für die Arbeit von heute nicht mehr angemessen. Manche haben eine geradezu feindliche Atmosphäre! „Unser Wunsch ist es, die Büros in Lebensräume zu verwandeln, in denen sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Und vielleicht sogar stolz darauf sind, dort zu arbeiten.“

In diesem Sinne mehren sich die Zusammenarbeiten mit Künstlern wie zum Beispiel LEM, der die visuelle Identität des Campus 1 am OVH Standort Roubaix schuf, indem er mehrere monumentale Fresken mit seinem grafischen Universum und seiner Vision des Internetnetzwerks vermischte. Ein weiterer lokaler Künstler, Dr Colors, wurde eingeladen, seine Handschrift an den Wänden von Campus 2 zu hinterlassen, der demnächst eröffnet wird.

Man weiß bereits seit Langem, dass Arbeitsplätze Managementinstrumente sind, die die Führungskultur widerspiegeln oder zu ihrer Weiterentwicklung beitragen. Darüber hinaus sind sie ein Schaufenster für die Marke des Arbeitgebers, in dem man gerne die auffälligsten Aspekte des Unternehmens ausstellt. Fanny ist überzeugt, dass die Achtsamkeit, mit der die Büros erdacht und gestaltet werden, den Mitarbeitern ein starkes Signal sendet, dass sie nicht nur für ihre Leistung geschätzt werden – und diese verbessert sich natürlich, wenn die Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst ist. Kurz gesagt: Wenn die Büros allein nicht das Glück in die Arbeit bringen, so tragen sie doch zweifellos dazu bei.


Die Niederlassungen von OVH in Frankreich und auf der ganzen Welt:

OVH hat heute Niederlassungen in 18 Ländern und weltweit insgesamt 24 Standorte.

In Frankreich hat das Unternehmen Büros in Roubaix (Hauptsitz), Lille, Paris, Lyon, Toulouse, Brest und Rennes. Zwei neue Standorte eröffnen demnächst: Nantes (November) und Bordeaux (Januar 2018), jeweils mit einer Kapazität von 100 Mitarbeitern (alle Berufsgruppen).

Am Standort Roubaix wird am 01. November der Campus 2 eingeweiht. Der Standort Brest wird vor dem Sommer 2018 erweitert, ebenso die Pariser Büros.

In Europa wird die Kapazität der Büros in London, Mailand und Wrocław (Polen) vor Ende des Jahres erhöht. Zwischen Februar und Juni 2018 wird ein zweiter Standort in Irland (in Cork) geschaffen, ebenso wie in Deutschland (wo OVH bereits ein Büro in Saarbrücken hat).

So kann das Unternehmen bis September 2018 1000 neue Mitarbeiter aufnehmen (davon 600 in Frankreich).

OVH sucht neue Talente in Ihrer Nähe!

 

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